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| August
Ohm - Neue Syltbilder |
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| Der
Künstler August Ohm arbeitet seit 1965 jedes Jahr auf Sylt. Schon sein Vater
Wilhelm Ohm (1905 - 1965) malte alljährlich auf der Nordseeinsel. Zunächst fesselte
den Maler vor allem der Mikrokosmos von Sand- und Steinstrukturen. Später, in
den 80er Jahren entstanden "Landschaftsporträts", in denen die Gegensätze der
Insel sichtbar wurden, - vom grünen Keitum bis zur wüstenartigen Wanderdüne.
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| Nach
zahlreichen bildnerischen Umsetzungen von Weltliteratur (Buchpublkationen z.B.
das Gilgamesch-Epos, Werke von Flaubert, Baudelaire, Rimbaud - ) wurde Ohms
Beschäftigung mit Novalis` Naturphilosophie zur Inspiration für eine neue komplexe
Sicht der Landschaft. Der Künstler versteht die immer wiederkehrenden blauen
Monde und ein Schleier-Motiv in seinen Bildern als Metaphern für eine geistige
Ebene, die sich dem Zugriff durch unser physisches Auge entzieht. Schattenhafte
"Fenster" verschlüsseln die Landschaft, aber zugleich suggerieren sie einen
optischen Sog in die Tiefe, mit der latenten Aufforderung an den Betrachter,
den geheimnisvollen Schleier zu lüften. |
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| Die
auf Sylt, vor der Natur entstandenen neuen Bilder thematisieren temperamentvoller
und farbintensiver als frühere Arbeiten die Magie der Steine, die Kraft des
Wassers und den Zauber des wechselnden Lichts,- gelegentlich in bewusstem Kontrast
zu fragilem Menschenwerk, zu Zäunen, Bootsstegen, Schiffsmasten. Vor zwei Jahren
malte Ohm, im Rahmen seiner Werkgruppe "Bilder von Baustellen", die Keitumer
Kirche "in restauro". Der Turm, eingerüstet in ein Gespinst von Stangen und
Leitern, ragt machtvoll in den blauen Himmel, wie ein unverrückbares Bollwerk
gegen den Fluss der Zeit. |
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Kaamp
Hüs |
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Hauptstraße
12 |
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Kampen
auf Sylt |
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Mo.
bis Fr. 09.00 - 18.00 Uhr |
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| Generell
entwickelt der Künstler seine Arbeiten über einer Acrylgrundierung in Gouachefarben.
Neben panorama-artigen Querformaten, die unserer Wahrnehmung von Strand und
Meer weitgehend entsprechen, wählt August Ohm auch immer wieder spannungsvolle
Hochformate, in denen der Bildrand und ein waagerechter oder diagonaler Horizont
spannungsvoll mit einander kontrastieren. Die erwähnten Schleier-Motive wirken
wie Zeitfenster, sie betonen entschieden das Ausschnitthafte und eine Fokussierung
unseres Sehens. Ohm wagt einen neuen, einen anderen Blick auf Sylt. |
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Sa.
und So. 10.00 - 13.00 Uhr |
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10. Aug. bis 31. Aug. 2003 |
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Birgit Götting |
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