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| Bilder von
Lucas Cranach und August Ohm - Cranach- Variationen |
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Immer wieder haben sich Künstler von Cranach
inspirieren lassen. Was nun ist innovativ an August Ohms Cranach-Variationen?
Zum ersten Mal sind Originale des Meisters aus Kronach nicht nur Ausgangspunkt
für neue Interpretationen, sondern ein immanenter Bestandteil der
Bildpräsentation eines Gegenwartskünstlers. In Ohms Ausstellung
gewinnen die Bilder ihre Spannung aus der direkten Gegenüberstellung
von Inspirationsquelle und deren Umsetzung.
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| Auch
eine noch so starke Beziehung zu Bildern ist immer eine einseitige Beziehung.
Auf unsere Fragen "antworten" Bilder nur in einem metaphorischen
Sinn. August Ohm stellt eine Kommunikation mit Lukas Cranach her, indem
er sich seine Fragen an den alten Meister in Form eigener Cranach-Variationen
selbst beantwortet. Ohm analysiert in seinen Bildern Cranachs gestalterische
Mittel. |
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Während andere große Künstler der
Cranach-Generation, etwa Dürer oder Raffael, die Illusion einer inszenierten
Wirklichkeit vermitteln, lässt Cranach nie einen Zweifel daran, daß
wir es bei seinen Gemälden mit einer Bild-Realität zu tun haben.
Ganz bewusst bricht er das Abbild durch Disproportionierung und Schematisierung
von Motiven. Cranach arbeitet mit Motiv-Ableitungen und pflegt eine lebendige
Variationspraxis, in der einmal gefundene Muster immer wieder angewandt
werden. Ohm hat dieses Prinzip schon in seinen ersten Cranach-Adaptionen
umgesetzt, allerdings treibt er das Konzept der Reihung von Motiv-Versatzstücken
in seinen neuen Arbeiten auf die Spitze. In seiner Folge von Ölbildern
nach einem Porträt der Sybille von Cleve erscheint das Versatzstück-artige,
die ironische Brechung der Wirklichkeit und eine Betonung der "Künstlichkeit
der Kunst" wie eine Steigerung von Cranachs bildnerischer Strategie.
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ATELIER OHM
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im
Hofgartenkarree |
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BERLIN
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am
Gendarmenmarkt |
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Behrenstrasse
28 (1. OG) |
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10117
Berlin |
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Tel.
0172 - 6000 445 |
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Di.
- Fr. 16.30 - 18.30 Uhr |
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Anders als zum Beispiel Warhols Serien wollen Ohms
Variationen nicht die Reproduzierbarkeit der Bilder thematisieren, sondern
die malerischen Möglichkeiten der Kunst selbst. Ohm vertraut auf
die vielgeschmähte "Schönheit" des Bildes. Zugleich
regen seine Arbeiten zum Denken an, zum Nachdenken über die Kunst.
August Ohms gelegentlich augenzwinkernde Cranach-Variationen erscheinen
wie ein fernes, strahlendes Wetterleuchten der abendländischen Malerei.
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05. März bis 07. April 2006 |
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Vorbesichtigung
am Sonntag ,
den 05. März 2006 um 11.00 Uhr
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Birgit
Ohlen |
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