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Das Atelier Ohm hat sich im Laufe der Zeit zu einem
eigenständigen Zentrum für Kunstfreunde und Sammler entwickelt.
Dabei knüpft es an die Tradition der Malerateliers früherer
Epochen an, nicht nur dem eigenen Kunstschaffen ein Forum zu bieten, sondern
gleichzeitig ein weitgefächertes Themenspektrum zu präsentieren,
das universelle Zusammenhänge aufzeigt. Die Spannweite der von August
Ohm veranstalteten Atelierausstellungen umfasst neben eigenen Arbeiten
und denen seines 1965 verstorbenen Vaters Wilhelm Ohm Bereiche, die von
kommerziellen Galerien hierzulande kaum wahrgenommen werden, etwa Illustrationen
zur Weltliteratur, Werke der Kostümgeschichte und Avantgarde-Mode,
erlesenes Kunsthandwerk sowie Meisterzeichnungen aus fünf Jahrhunderten.
Nicht zuletzt hatten August Ohms in bibliophilen Buchausgaben publizierten
Illustrationsfolgen zu Flauberts Herodias, Baudelaires "Fleurs du
Mal", Rimbauds Gedichten, den "Hymnen an die Nacht" und
den "Lehrlingen zu Sais" von Novalis sowie dem Gilgamesch-Epos
in der Röntgenstrasse 57 ihre Premiere. Bemerkenswerte Retrospektiven
waren den Engländern John Flaxman und George Romney gewidmet, andere
dem chinesischen Porzellan und Cloisonné oder dem Thema "Das
ideale Image-Schönheitsideale im Wandel". ... Unabhängig
von wechselnden Ausstellungen bietet das Atelier Ohm Kunstreisen und Malkurse
für einen großen Kreis von Schülern, die vielfach selbst
öffentlich hervortreten und kunstpädagogisch arbeiten.
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